1848 (Teil 2)

Zugleich (1840er) bildete sich im Umfeld der politischen Emanzipation des Bürgertums die sogenannte "Progressbewegung" an den Hochschulen, die anknüpfend an Ideen der Urburschenschaft die studentischen Traditionen an die bürgerliche Kultur der Zeit anpassen wollte. Doch auch die daraus entstandenen neuen "Progressverbindungen" - unter ihnen eine neue Art von Landsmannschaften - bzw. die verstärkte Bildung von interkorporativen Vereinen verschiedenster Ausprägungen, wie z.B. wie z.B. den Akademischen Gesangvereine und Akademischen Turnvereinen konnten die bereits etablierte studentische Kultur nicht ablösen.

1848 erzwang die erste demokratische Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche die Aufhebung der Karlsbader Beschlüsse. Die nun mögliche Liberalisierung der deutschen Gesellschaft markiert einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der Studentenverbindungen. Aus verbotenen "Untergrundorganisationen" unbotsamer Jugendlicher wurden Zusammenschlüsse der akademischen Elite der Nation. Die Burschenschafterfarben Schwarz-Rot-Gold wurden sogar zu den Farben des Deutschen Bundes erklärt. Von nun an entfaltete sich die ganze Vielfalt der deutschen Studentenverbindungen.

1848 (Teil 3)