Die Burschenschaften in Österreich (Teil 2)

Nur einige der Burschenschaften in Österreich hatten engere Beziehungen zu den reichsdeutschen Burschenschaften. Wie dort herrschte auch hier zeitweise lähmende Zersplitterung. Erst der 1889 aufgrund einer Initiative von Julius Sylvester gegründete „Linzer Delegierten- Convent“ (LDC) brachte eine Wendung, hatte freilich auch nur bis Ende Januar 1900 Bestand, und der im Mai des gleichen Jahres ins Leben gerufene „Allgemeine Burschenschafterbund der Ostmark“ verschwand schon 1901 wieder von der Bildfläche. Es war das Verdienst des 1889 gegründeten „Verbandes Alter Burschenschafter Österreichs“, der zeitweilig den Namen „Wartburg“ führte, dass wenigstens auf der Ebene der alten Burschenschafter die Einheit gewahrt blieb. Erst 1907 kam es zur Gründung der „Burschenschaft der Ostmark“ (BdO) mit 37 Burschenschaften an Universitäten, Technischen Schulen und Fachhochschulen. Die fachstudentischen Korporationen gründeten am 22. Nov. 1909 den Conservativen Delegierten Convent (CDC), der 1952 wieder seine Arbeit aufnahm. 1989 wurde der CDC wiederbegründet und seit dem Jahr 1999 können fachstudentische Burschenschaften in der Deutschen Burschenschaft (DB) aufgenommen werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg (nur geringfügig später als in der Bundesrepublik Deutschland - am 29. Mai 1952 in Salzburg) gründeten die deutschen Burschenschaften in Österreich ihren Verband, den Allgemeinen Delegierten-Convent, der sich 1959 in Deutsche Burschenschaft in Österreich umbenannte.

Die Burschenschaften in Österreich (Teil 3)